Parlamentsbesuch in Brüssel mit dem Abgeordneten Tiemo Wölken

Wenn ich während meiner Schulzeit an Europa und die Europäische Union gedacht habe, dann konnte ich mir nie wirklich vorstellen, wie das alles auszusehen hat. Die Europäische Union, das war für mich immer eine geölte und taktende Maschine, die über Wirtschaft und Finanzen walten. Dass echte lebende Menschen zusammenkommen, diskutieren und sich austauschen war ganz undenkbar. Auch wenn man im Unterricht natürlich lernt, wie die Europäische Union gegründet wurde, wie die einzelnen Organe zusammenhängen und was sie alltäglich leistet. 

 

Die Reise nach Brüssel begann mit dem Zug und dem Bus durch niederländische und dann belgische Städte. Verschlafen, weil wir alle so früh aufgestanden waren, konnten wir die Ankunft kaum erwarten. Im Brüsseler Hostel angekommen und nach „geWUPpe“ (Warm-Up) mit Jonah ging es dann direkt ins Europäische Viertel und dort ins Haus der Europäischen Geschichte. Gleich ein ganz anderes Gefühl zwischen diesen großen spiegelnden Häusern zu laufen und ins Museum durch Sicherheitskontrollen wie in einen Flughafen einzuchecken. Nach drei Etagen europäischer Geschichte und knurrenden Mägen, klang der Abend in einem nahegelegenem gemütlichen Restaurant gemeinsam aus. 

 

Nachdem uns Sonntag Jannika und Maren durch das sonnige Brüssel geführt hatten, ging es am Nachmittag ins Parlamentarium. Ein Gang durch die verschiedenen Institute der Europäischen Union und Ihre Zusammenhänge zeigte und viele neue Aspekte über die europäische Gemeinschaft. Gleichzeitig war es ein Gang durch das Willy Brand Gebäude, das auch Teil des EU-Gebäudekomplexes ist. 

 

Der Parlamentsbesuch, der Besuch bei der Nordrhein-Westfälischen Landesvertretung und das Treffen mit dem Abgeordneten Tiemo Wölken aus Osnabrück am Montag und Dienstag haben das Gefühl, wahrhaftig im pulsierenden Herzen der Europäischen Union zu sein, nochmal bestärkt. Es wurde vor allem interaktiver durch Ansprechpartner, denen wir unsere individuellen Fragen stellen konnten. Für mich hat sich die Europäische Union mit diesen Besuchen immer mehr in einzelne Gesichter verwandelt und die Gebäude mit den hohen spiegelnden Glaswänden haben Türen und Innenleben bekommen. Auf mich wirkt das Europäische Parlament nun nicht mehr wie eine anonyme Maschine, sondern lebendig und organisch. 

 

Der Methodenworkshop am Montagnachmittag haben wir an unseren eigenen Projekten weiterarbeiten können. Bei dem Workshop ging es um Gruppenphasen, Kernkompetenzen einer Gruppenleitung und Methoden für inhaltliche Arbeit. In den kommenden Workshops im Juni vertiefen wir unsere Projektarbeit dann noch einmal. Das gesammelte Wissen aus Brüssel hilft uns dabei sicher unsere Projektidee zu konkretisieren.

 

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