Teamer- Schulung im russischen St. Petersburg

Im Rahmen des Projekts „Die Karawane zieht weiter- Europa lebt“, durfte ich an einer Teamer- Schulung im russischen St. Petersburg teilnehmen.

Da unser Projekt darauf hinarbeitet, Brieffreundschaften zwischen Schülerinnen und Schülern verschiedener europäischer Länder entstehen zu lassen, war der wichtigste Schritt und wie sich herausstellte, auch schwierigste Schritt unseres Projekts Teilnehmer für unser Vorhaben zu finden. Sowohl an deutschen Schulen aber besonders im europäischen Ausland, war es eine Herausforderung entsprechende Teilnehmer zu finden und für unser Projekt zu begeistern.

Die Chance für eine sehr hilfreiche Maßnahmen zur Knüpfung von Kontakten bekamen wir dank einer Partnerorganisation des Europabüros in Tecklenburg und der fleißigen Unterstützung unserer Teamleiterin Katha. Der Verein „MitOst“ in Hamburg hatte uns über eine Teilnahmemöglichkeit zu einer Teamer-Schulung in St. Petersburg informiert. Vom 06.12.2018 bis zum 10.12.2018 ging es daher vom Hamburger Flughafen in die russische Metropole St. Petersburg und von dort aus gemeinsam mit den russischen Teilnehmern in einige Blockhütten, 80 Kilometer nördlich von St. Petersburg. Mitorganisiert wurde die Fahrt in Russland vom deutsch-russischen Begegnungszentrum. Viele der deutschen und russischen Teilnehmer kannten sich bereits von vorherigen Seminaren oder Jugendfreizeiten, bei denen sie gemeinsam geholfen hatten, sodass schnell eine sehr entspannte Atmosphäre aufkam. 

 

Durch die Teilnahme an dieser Schulung konnten wir gute Kontakte zum deutsch-russischen Begegnungszentrum in St. Petersburg knüpfen und bekamen die Möglichkeit, andere junge Erwachsene zu treffen, die sich für interkulturelle Zusammenarbeit, die Förderung der europäischen Gemeinschaft und einem Austausch von Menschen verschiedener Länder interessierten. Bei der viertägigen Schulung konnte so nicht nur an der Basis für unser eigenes Projekt gearbeitet werden, sondern auch neue eigene interkulturelle Erfahrungen gemacht werden und besonders inhaltlich vieles Wichtiges über den Umgang mit Gruppen und Konfliktsituationen gelernt werden. Der Blick für mögliche Probleme, die bei einer Zusammenarbeit mit Gruppen entstehen können, ist durch das Seminar noch einmal geschärft worden, daher war es eine gute Vorbereitung auf die eigene noch zu erledigende Projektarbeit und hat die eigenen Teamerkompetenzen noch einmal gestärkt.

Für mich persönlich war die Schulung eine große Bereicherung. Nicht nur aufgrund der russischen Teilnehmer, die ich so kennenlernen durfte und mit denen es lehrreiche und sehr interessante Diskussionen über mögliche kulturelle Probleme oder Gruppenkonflikte gab, sondern auch aufgrund der Inhalte, welche von einem deutschen Betreuer und einer russischen Betreuerin möglichst bilingual vermitteln wurden und einem neue Blickwinkel auf eigne Handlungsweisen in möglichen problematischen Situationen vermittelt haben. Denn auch, wenn die Teamer von Jugendgruppen oft als perfekte Einheit zusammenarbeiten und ihr Bestes geben, den Teilnehmern eine schöne Freizeit zu ermöglichen, kann es zu Problemen oder Konflikten kommen. Ich weiß jetzt nach der Schulung besser damit umzugehen und kann dadurch selbstbewusster an neue Aufgaben herangehen. 


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