Und jetzt? Ein eigenes Projekt aufbauen?

Genau das war unser nächster Schritt, nachdem wir die Qualifizierungsphase beendet hatten. 

Wir hatten gelernt wie man diese Aufgabe angeht und wir hatten einige Ideen für unser erstes eigenes Projekt, aber eine leichte Aufgabe ist es dennoch nicht.

Es begann eine Phase des Planens: Zusammensitzen und überlegen, Checklisten erstellen, Telefonate, Projektskizzen, e-mails schreiben, Kaffeepausen. Bis zu dem Tag an dem dein Projekt steht und Teilnehmer gefunden sind.

 

Im Falle unseres Projektes fanden wir eine Schule in Rheine. Wir setzten einen Termin an und erledigten die letzten Notwendigkeiten, wie Einkauf, genaue Zeit- und Programmplanung und die Anreise.

Wir fragten uns wie es wohl wird. Hören die Schüler zu? Arbeiten sie gut mit? 

Aus Vorsicht gingen wir vom Schlimmsten aus und waren ausgestattet dieses Projekt durchzuziehen, selbst wenn keine Seele etwas sagen sollte.

 

Und wie war es wirklich?

 

In unseren Augen ein großer Erfolg.

Wir stellten uns der Klasse vor und erklärten den Sinn und Zweck unseres Projektes. Wir würden erst methodisch aktuelle politische Themen und Kritikpunkte erarbeiten und darüber diskutieren, bevor die Meinungen der Schüler anschließend in einem Gemälde ausgedrückt werden. Die Durchführung klappte hervorragend. 

Die Teilnehmer beteiligten sich aktiv und interessiert am Geschehen. So fiel es relativ leicht das Programm anzuleiten, obwohl es unser erstes Projekt war. Wir hörten also verschiedene Meinungen zu den aktuellen Themen wie Artikel 13, Umweltschutz und Geschlechtergleichberechtigung.

 

Anschließend begannen die Schüler Skizzen zu erstellen und zu malen. Im Laufe des Arbeitsprozesses entstanden besondere Kunstwerke. Die Teilnehmer kombinierten erfolgreich ihre Kreativität mit ihren ernsthaften Meinungen und Forderungen an die europäische Politik.

 

Schlussendlich konnten sowohl wir, als auch die Schüler, neue Eindrücke und Erfahrungen gewinnen. Nicht zuletzt hatten alle Beteiligten auch eine handvoll Spaß an der Sache.

 

Wir denken, dass unser Projekt, und somit auch Europa lebt!, sein Ziel erreicht hat.


´Durak, Mensch-ärgere-dich-nicht, Wizard und andere Spiele

Lisa, eine Teilnehmerin einer deutsch-russischen Jugendbegegnung hat in ihrer internationalen Erfahrung bemerkt, dass sie und ihre neuen russischen Freunde unter anderem die gemeinsame Leidenschaft für Gesellschaftsspiele verbindet. Warum das also nicht als Anlass nehmen, die neu gelernten Spiele auch zuhause zu spielen?

 

Als ein paar russische Teilnehmende der Jugendbegegnung ihre neuen deutschen Freunde besuchen kamen, organisierte Lisa mit ihnen und ihren Freunden einen internationalen Spieleabend. Es wurden kleine Snacks aus den beiden Ländern bereitgestellt und dann konnte es losgehen: Gemeinsam wurden die verschiedenen Regeln von Durak diskutiert oder Mensch-ärgere-dich-nicht auf verschiedenen Sprachen erklärt. So wurde die Atmosphäre schnell aufgelockert und rücksichtslos rausgeworfen oder versucht, jeden Schlupfwinkel in den Regeln zu finden, was die Stimmung weiter hob. Am Ende stand aber nicht im Vordergrund, wer tatsächlich gewonnen hatte, sondern vielmehr die neuen Erfahrungen und auch die Reflexion über scheinbar alltägliches. So wunderte sich eine deutsche Teilnehmerin darüber, dass das für sie so alltägliche Spiel Mensch-ärgere-dich-nicht nicht überall so bekannt wie in Deutschland ist und eine russische, dass Durak in Deutschland nicht nur bekannt ist, sondern sogar eigene Sonderregeln hat.


Teamer- Schulung im russischen St. Petersburg

Im Rahmen des Projekts „Die Karawane zieht weiter- Europa lebt“, durfte ich an einer Teamer- Schulung im russischen St. Petersburg teilnehmen.

Da unser Projekt darauf hinarbeitet, Brieffreundschaften zwischen Schülerinnen und Schülern verschiedener europäischer Länder entstehen zu lassen, war der wichtigste Schritt und wie sich herausstellte, auch schwierigste Schritt unseres Projekts Teilnehmer für unser Vorhaben zu finden. Sowohl an deutschen Schulen aber besonders im europäischen Ausland, war es eine Herausforderung entsprechende Teilnehmer zu finden und für unser Projekt zu begeistern.

Die Chance für eine sehr hilfreiche Maßnahmen zur Knüpfung von Kontakten bekamen wir dank einer Partnerorganisation des Europabüros in Tecklenburg und der fleißigen Unterstützung unserer Teamleiterin Katha. Der Verein „MitOst“ in Hamburg hatte uns über eine Teilnahmemöglichkeit zu einer Teamer-Schulung in St. Petersburg informiert. Vom 06.12.2018 bis zum 10.12.2018 ging es daher vom Hamburger Flughafen in die russische Metropole St. Petersburg und von dort aus gemeinsam mit den russischen Teilnehmern in einige Blockhütten, 80 Kilometer nördlich von St. Petersburg. Mitorganisiert wurde die Fahrt in Russland vom deutsch-russischen Begegnungszentrum. Viele der deutschen und russischen Teilnehmer kannten sich bereits von vorherigen Seminaren oder Jugendfreizeiten, bei denen sie gemeinsam geholfen hatten, sodass schnell eine sehr entspannte Atmosphäre aufkam. 

 

Durch die Teilnahme an dieser Schulung konnten wir gute Kontakte zum deutsch-russischen Begegnungszentrum in St. Petersburg knüpfen und bekamen die Möglichkeit, andere junge Erwachsene zu treffen, die sich für interkulturelle Zusammenarbeit, die Förderung der europäischen Gemeinschaft und einem Austausch von Menschen verschiedener Länder interessierten. Bei der viertägigen Schulung konnte so nicht nur an der Basis für unser eigenes Projekt gearbeitet werden, sondern auch neue eigene interkulturelle Erfahrungen gemacht werden und besonders inhaltlich vieles Wichtiges über den Umgang mit Gruppen und Konfliktsituationen gelernt werden. Der Blick für mögliche Probleme, die bei einer Zusammenarbeit mit Gruppen entstehen können, ist durch das Seminar noch einmal geschärft worden, daher war es eine gute Vorbereitung auf die eigene noch zu erledigende Projektarbeit und hat die eigenen Teamerkompetenzen noch einmal gestärkt.

Für mich persönlich war die Schulung eine große Bereicherung. Nicht nur aufgrund der russischen Teilnehmer, die ich so kennenlernen durfte und mit denen es lehrreiche und sehr interessante Diskussionen über mögliche kulturelle Probleme oder Gruppenkonflikte gab, sondern auch aufgrund der Inhalte, welche von einem deutschen Betreuer und einer russischen Betreuerin möglichst bilingual vermitteln wurden und einem neue Blickwinkel auf eigne Handlungsweisen in möglichen problematischen Situationen vermittelt haben. Denn auch, wenn die Teamer von Jugendgruppen oft als perfekte Einheit zusammenarbeiten und ihr Bestes geben, den Teilnehmern eine schöne Freizeit zu ermöglichen, kann es zu Problemen oder Konflikten kommen. Ich weiß jetzt nach der Schulung besser damit umzugehen und kann dadurch selbstbewusster an neue Aufgaben herangehen. 

mehr lesen

B&B – Begegnung und Bewegung

Sport verbindet – so heißt es so oft. Daher sollte unser Projekt neben der Begegnung und dem Austausch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Kreis Steinfurt mit europäischen Freiwilligen auch einen Bewegungsaspekt beinhalten. Nach vielem Überlegen und Einschätzen des unstetigen deutschen Wetters haben wir uns letztendlich für eine Sportart entschieden, bei der es auf Zusammenarbeit und Kommunikation ankommt: bouldern in Osnabrück. Für die, die es noch nicht kennen: Bouldern ist indoor-klettern an Kletterwänden. Der Unterschied zu normalen Kletterhallen ist, dass die Wände nicht so hoch sind, sodass man keine Sicherung braucht. Farblich sind an den Wänden verschieden schwere Wege markiert, sodass man eine Art Parcours klettern muss, um das Ziel, also die höchste Stelle des Parcours, zu erreichen. Je schwerer die Wege werden, desto mehr ist Hilfe von Personen, die unten stehen und Anweisungen geben können, wichtig. 

Wir trafen und also bei der Kletterhalle und nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einer Einweisung konnte es direkt losgehen. Learning by doing hieß es dann für die Teilnehmerinnen. Schnell viel auf, dass die Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe dazu führt, mehr Strecken schaffen zu können, sodass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen schnell und unkompliziert ins Gespräch durch die gegenseitige Hilfe kamen. Das Klettern machte allen Spaß und viele konnten erste Erfolge feiern, indem sie sich besonders schwere Strecken erkletterten. Um den schon entstandenen Austausch weiter laufen zu lassen folgte ein gemeinsamer Weihnachtsmarktbesuch. Dabei stellten die Teilnehmerinnen fest, dass diese Art Weihnachtsmarkt nicht in allen Ländern üblich ist. Auch die Relevanz vom Christentum und Politik für Weihnachten und wie genau dieses Fest in den verschiedenen Ländern gefeiert wird, wurde zum Thema unter den Jugendlichen. Auch kulinarische Unterschiede konnten, angeregt durch die verschiedenen Speisen, die es auf dem Weihnachtsmarkt zu essen gibt, diskutiert werden. 

Insgesamt war das Projekt ein voller Erfolg. Die Teilnehmerinnen haben sich gut verstanden, sodass wir in Zukunft hoffentlich noch weitere B&B durchführen können. Das Motto „Sport verbindet“ können wir daher voll unterschreiben.


Europäische Ideenküche

Unter dem Motto „In der Küche entstehen die besten Gespräche“ lud eine Projektgruppe ehemalige und aktuelle Europäische Freiwillige und ihre Tutoren, Teilnehmende von internationalen Jugendbegegnungen, die Teilnehmenden des Projekts „Die Karawane zieht weiter… Europa lebt!“ und andere interessierte junge Menschen der Region zum gemeinsamen Kochen nach Lotte ein.

 

Auf dem Menü standen typische deutsche Gerichte wie Schnitzel mit Bratkartoffeln, Gurkensalat und Apfelkuchen mit Vanilleeis. Nach einem lockeren Kennenlernen wurden Kochteams gelost und sich in der Schulküche der Gemeinschaftshauptschule in Lotte an die Vorbereitung des Abendessens gemacht. Bei Kartoffelschälen und Gurken raspeln entstanden viele interessante Gespräche und es wurden fleißig Variationen der Rezepte aus dem eigenen Elternhaus ausgetauscht. Es herrschte eine gute Stimmung voller hilfsbereiter, gut gelaunter und kommunikationsfreudiger Menschen, die sich teilweise mit Händen und Füßen organisierten. Dennoch – oder gerade deshalb – stand am Ende ein leckeres Essen auf dem Tisch, das bei lebhaften Gesprächen und Anekdoten genossen wurde. 

 

Satt und zufrieden wurden die Teilnehmenden aber noch einmal gefordert: In internationalen Gruppen wurde ein Pub-Quiz zum Thema Europa gespielt, bei dem die Teammitglieder aus den verschiedenen Ländern ihre Stärken und ihr Fachwissen individuell einbringen konnten. Gespielt wurde über fünf Runden:

Gestartet wurde mit einer Wissensrunde, in der über die am zweithäufigsten gesprochene Muttersprache spekuliert, über die Nachbarländer der Ukraine diskutiert und über die Anzahl der Zeitzonen in Europa gefachsimpelt werden konnte. Die zweite Runde war eine Bilderrunde, in der passend zum Abend auf Fotos verschiedene Gerichte und ihre Herkunftsländer erkannt werden sollen. In der dritten Runde drehte sich alles um Musik: Verschiedene Lieder wurden angespielt und nach dem Titel und Interpreten sowie Herkunftsland gefragt. In der vierten Runde ging es um Diskussion, um wen es sich bei einer Beschreibung in zehn Schritten handelt. Wer weiß, wer in Hamburg geboren wurde, in Leipzig Physik studiert hat, mit Joachim Sauer verheiratet und bei der CDU ist? Am Ende konnte eine Gruppe in einer spektakulären Aufholjagd das Quiz für sich gewinnen.

 

Eine Weile wurden einzelne Fragen weiter diskutiert oder allgemeine Gespräche fortgeführt bis Kontakte ausgetauscht wurden und sich die Gruppe nach und nach auflöste.

 

mehr lesen

Internationales Halloween

Was von manchen als Amerikanisierung und gefährliche Konkurrenz zu lokalen Bräuchen gesehen wird, wurde von einigen Mobilmachern im Kreis Steinfurt als Chance gesehen, ein gemeinsames internationales Thema zu haben und luden junge Menschen aus dem Kreis Steinfurt und verschiedene andere Jugendliche, die sie vor allem über das Projekt und eigene Auslandsaufenthalte kennen gelernt haben dazu ein, gemeinsam Halloween zu feiern.

 

Der Tag startete damit, gemeinsam die nötige Dekoration zu erstellen: So wurden gruselige Kürbisse geschnitzt, blutige Fuß- und Handabdrücke auf Tapeten hinterlassen und eklig aussehende Snacks und Getränke vorbereitet. Dabei wurden gemeinsam Ideen gesammelt und Traditionen der eigenen Herkunft ausgetauscht. Abends wurde sich dann in Schale geworfen und zusammen ordentlich gefeiert, wobei die Herkunft hinter den verschiedenen Kostümen schnell vergessen war und gemeinsam die Geister vertrieben wurden.


Natur – Kultur – Pur: Eine Jugendbegegnung in Russland

Unter diesem Motto trafen sich über den Sommer deutsche und russische Jugendliche. Von Osnabrück ging es Ende Juli los Richtung St. Petersburg. Hier wurde die russische Gruppe getroffen und nach kurzem Kennenlernen ging es schon direkt weiter zum ersten Abenteuer der Reise: Eine Fahrt in einem Nachtzug ins etwa 450km weiter nördlich liegende Petrosawodzk und von dort nochmal 2 Stunden im Kleinbus bis zum eigentlichen Start. Schon hier wurde klar: In Russland herrschen andere Dimensionen als es in Deutschland gewohnt ist. Geplant war eine 3-tägige Rafting-Tour, aber zunächst ging es an die Vorbereitungen: Gemeinsam mussten die Taschen für die Reise gepackt und die Boote aufgepumpt werden. Dann musste das Gesamte Gepäck auf den Booten verstaut werden, schließlich sollten die nächsten drei Tage in der unberührten Natur, fernab anderer Menschen verbracht werden. Nach einer Sicherheitseinweisung konnte es dann endlich losgehen. Schnell entwickelten sich auf den verschiedenen Booten Gespräche, es wurde fleißig übersetzt, erste Wörter der anderen Sprache gelernt und zur Not mit Händen und Füßen gezeigt, was gemeint ist. Das Wetter war perfekt, sodass der erste Tag auf dem Boot bei ruhigem Wasser ruhig und entspannt verlief. Am Abend wurde angelegt und noch bevor es dunkel wurde von allen gemeinsam das Zelt-Camp errichtet und ein Abendessen zubereitet werden. Alle packten tatkräftig mit an, sodass schnell alles erledigt war und der Abend entspannt am Lagerfeuer mit vielen spannenden Geschichten ausklingen konnte.

 

Am nächsten Tag starten alle noch motiviert und genossen die vielen Badepausen, die Abkühlung in der Hitze brachten. Gegen Nachmittag wurde die Zeit aber allmählich lang, da weder eine Mittagspause noch bedeutende Stromschnellen in Sicht waren: Wegen des heißen und trockenen Sommers führte der Fluss deutlich weniger Wasser als gewöhnlich, weshalb es nur langsam voran ging und die Strömung kaum erkennbar war. Deutlich weniger motiviert und hungrig waren dann alle froh, als endlich das Camp wieder aufgebaut wurde und der Abend abermals am Lagerfeuer und mit verschiedenen deutschen, russischen und englischen Liedern verbracht werden konnte. Am nächsten Tag stieg die Stimmung enorm als die Tourguides wie aus dem Nichts einen Motor für eines der Boote herzauberten. So wurden an ruhigen Stellen die Boote zusammengebunden und entspannt durch die russische Natur gefahren. Erst als gegen Ende ein Gewitter aufzog, wurde es unruhiger, aber da war auch schon das Ziel erreicht und in strömendem Regen die Boote entladen und sich wieder auf dem Weg zum Zug und dann nach St. Petersburg gemacht. Alle waren sich einig, dass die vergangenen drei Tag fernab der Zivilisation und ohne Handyempfang eine ganz besondere Erfahrung waren, freuten sich aber auch auf die Dusche im Hostel in St. Petersburg.

 

Endlich wieder sauber, konnte sich so auch wieder unter Menschen gewagt werden und gemeinsam in deutsch-russischen Kleingruppen die Stadt erkundet werden. An den weiteren Tagen wurden nicht nur die Vorzüge der Stadt genossen, sondern auch noch tiefer in die Kultur eingetaucht. Highlights waren dabei der kulturelle Abend, an dem der deutsche Teil der Gruppe versuchte, „typisch Deutsches“ darzustellen, ein Ausflug zur Parkanlage Peterhof und der Bezug zu Deutschen in St. Petersburg. So war der Abschied trotz eines großen, gemeinsam zubereiteten deutsch-russischen Essens doch traurig. Viele sagten allerdings, dass sie sich schon auf die Rückbegegnung im nächsten Jahr freuten.

 

Bestärkt durch das Projekt „Die Karawane zieht weiter… Europa lebt!“ nahmen einige Mobilmacher an dieser Jugendbegegnung teil und erzählten auch ihren Freunden und Bekannten davon, sodass sich die Plätze in diesem Jahr sehr viel schneller erschöpften als sonst. Das Projekt hat also auch positiven Einfluss auf bestehende Programme, indem Informationen von den Mobilmachern gezielter gestreut werden und im Nachhinein sicherlich auch von ihren Erfahrungen berichten werden.

 

mehr lesen

Flyer über internationale Mobilität im Kreis Steinfurt

Nelly, Lena und Franzi haben gemeinsam, dass sie alle einen Europäischen Freiwilligendienst in verschiedenen europäischen Ländern gemacht haben. Kennengelernt haben sie sich auf ihrem Rückkehrerseminar, wo sie feststellten, dass sie alle aus derselben Region kommen, aber unterschiedliche Entsendeorganisationen hatten. Unabhängig von ihrer eigenen Erfahrung mit ihren Entsendeorganisation sind sie sich einig, dass der Europäische Freiwilligendienst in der Region für seine vielen Erfahrungen und Möglichkeiten viel zu wenig bekannt ist. Sie haben sich also als Ziel gesetzt über Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten, insbesondere dem Europäischen Freiwilligendienst bzw. Europäischen Solidaritätskorps in ihrer Region zu informieren.

 

Dafür wollen sie mit anderen Rückkehrern, aber auch ausländischen Freiwilligen, die aktuell eine Europäischen Freiwilligendienst im Kreis Steinfurt absolvieren zusammen Materialien entwickeln. Mit diesem Ziel haben sie sich ein über mehrere Treffen erstreckendes Programm zur kreativen Erstellung des Materials, aber auch zum individuellen Austausch über eigene Erfahrungen und Höhepunkte entwickelt. Im ersten Treffen wollen sie sich gegenseitig kennenlernen und anhand von Zeitschriften und anderem Bildmaterial Collagen erstellen, die die individuellen Besonderheiten der gemachten Erfahrungen wiederspiegeln. Begleitet wird das Projekt von einem Mediendesigner, der zusammen mit den Teilnehmenden am Ende die gewünschten Materialien erstellt.

 

Das erste Treffen sollte am 8. September 2018 stattfinden, musste aber wegen zu weniger Teilnehmer und kurzfristiger Absagen leider verschoben werden.


Was ist los in Europa? – Stammtisch für Europafans

Europäischer Freiwilligendienst? Au-Pair? Jugendbegegnung? Weltwärts? Schüleraustausch? Work and Travel? Workcamp? Kulturweit? Oder doch Interrail?

So viele Programme. So viele Chancen. So viele Informationen. So viele Möglichkeiten. Aber was ist das beste für mich? Eigentlich gibt es doch so viele Leute, die selbst Erfahrungen damit gesammelt haben und die gerne davon berichten. Warum also nicht einen Ort schaffen, wo junge Leute, die selbst Erfahrungen mit den verschiedenen Programmen haben, und junge Leute, die auf der Suche nach Erfahrungsberichten und Tipps und Tricks sind, zusammenkommen? Und das auch noch in einer möglichst lockeren Atmosphäre…

Das waren die Überlegungen, die der Idee eines Europa-Stammtisches für junge Leute vorausgegangen sind. Gesucht wurde ein Begegnungsort, um sich über internationale Erfahrungen auszutauschen und Anregungen für neue Vorhaben zu bekommen. Das erste mal wurde sich am ersten Freitag im September getroffen und direkt fand die Idee guten Anklang: Es kamen neun junge Leute aus dem Kreis Steinfurt, die selbst Erfahrungen in verschiedenen internationalen Programmen gesammelt haben: Manche waren ein Jahr über den Europäischen Freiwilligendienst im Ausland, andere über Programme ihrer Schule oder Uni, wieder andere berichteten begeistert von ihren Erfahrungen, die sie im Sommer in Jugendbegegnungen in Japan, Russland oder Litauen gesammelt haben. Eröffnet und moderiert wurde der Abend zunächst von Frederike, einer Teilnehmerin des Projekts „Die Karawane zieht weiter… Europa lebt“, die die Stammtisch-Idee in die Tat umsetzen wollte. Viele Worte waren aber gar nicht nötig. Nachdem sich alle Anwesenden kurz vorgestellt hatten, entstanden schnell verschiedenen Gespräche, in denen Erfahrungen ausgetauscht und Vor- und Nachteile in lockerer Atmosphäre bei dem einen oder anderen Getränk diskutiert wurden. 

Am Ende wurde noch einmal zusammengefasst, wie der Abend angekommen ist und was in Zukunft verbessert werden könnte. Die Stimmung war super. Mehrere Anwesende hatten zwar selbst schon viel Erfahrung in verschiedenen Reise gesammelt, waren aber überrascht, welche Möglichkeiten sie sonst noch hatten und wie viel auch in ihrer direkten Umgebung angeboten wurde. Die Reiselust war förmlich spürbar und so freuten sich alle auf eine Wiederholung des Stammtisches und wollten auch noch mehr Freunde und Bekannten davon erzählen. Die Idee war, dass er regelmäßig einmal im Monat angeboten werden sollte. Interessierte können sich direkt bei Frederike unter fredefred@gmx.de melden.



www.europalebt.de

 

 ® Alle Rechte vorbehalten

 

 

Ein Projekt des Kreises Steinfurt 2017-2019: